Einnahmen & Lebenshaltung
Arbeitszeit & Verfügbarkeit
Steuern & Sicherheit
Dein Stundensatz
Wie du deinen Stundensatz als Freelancer berechnest
1. Gewünschtes Nettoeinkommen festlegen
Bestimme, wie viel Geld du nach allen Steuern und Abgaben jeden Monat für deinen Lebensunterhalt (Miete, Lebensmitel, Freizeit, private Altersvorsorge) auf dem Konto haben möchtest.
2. Betriebskosten erfassen
Addiere alle geschäftlichen Kosten: Software-Lizenzen, Büro, Versicherungen, Hardware-Abschreibungen, Marketing, Hosting und Beratung.
3. Arbeitstage pro Jahr ermitteln
Gehe von 365 Tagen aus und ziehe Wochenenden, Feiertage, geplante Urlaubstage (ca. 25-30 Tage) sowie durchschnittliche Krankheitstage (ca. 10-15 Tage) ab.
4. Fakturierbare Arbeitszeit bestimmen
Du kannst nicht jede Arbeitsstunde abrechnen. Kundengewinnung, Buchhaltung und Weiterbildung nehmen viel Zeit in Anspruch. Realistisch ist eine Fakturierungsrate von 60% bis 70%.
5. Steuern & Puffer einkalkulieren
Berücksichtige Steuern (Einkommensteuer) und Sozialabgaben (ca. 30-40% des Gewinns) sowie einen Sicherheitspuffer (10-20%) für auftragsfreie Zeiten.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Wie hoch sollte mein Mindeststundensatz als Freelancer sein?
In Deutschland und Mitteleuropa liegt die wirtschaftliche Existenzgrenze für Freelancer meist bei 60 € bis 70 € pro Stunde. Tarife darunter decken im Krankheitsfall oder bei Flaute selten die privaten Kosten, die betrieblichen Ausgaben und die private Altersvorsorge.
Warum kann ich nicht einfach das Gehalt einer Festanstellung als Basis nehmen?
Als Angestellter übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte der Sozialabgaben, zahlt Lohnfortzahlung bei Urlaub und Krankheit und stellt Arbeitsmittel bereit. Als Freelancer musst du all diese Risiken und Kosten vollständig allein tragen. Daher muss dein Stundensatz das 2- bis 3-fache eines Angestellten-Stundenlohns betragen.
Wie setze ich höhere Stundensätze bei Kunden durch?
Spezialisiere dich auf Nischen mit hoher Wertschöpfung, verkaufe Resultate statt Stunden und trete professionell auf. Verwende professionelle Arbeitsabläufe wie ein gebrandetes Kundenportal (z.B. mit Trovu), um dem Kunden den Mehrwert deiner Arbeit zu verdeutlichen.
Die Ergebnisse dieses Rechners dienen nur zur Orientierung und ersetzen keine steuerliche oder rechtliche Beratung. Bitte konsultiere bei konkreten Fragen einen Steuerberater.